Re-Use: Kreislauf statt Abfall
2024 hat sich Sanitas Troesch mit Re-Use in eine kreislauffähige Zukunft aufgemacht – mit dem Ziel, gebrauchte Keramik-Sanitärprodukte zurückzunehmen, aufzubereiten und wieder einzubauen. Das Projekt Re-Use geht nun in die zweite Runde.
Ausgediente Keramikprodukte wie Lavabos oder WCs so aufbereiten, dass sie neuwertig in Renovationsprojekten wieder eingebaut werden können – so das Ziel von Re-Use by Sanitas Troesch. Ein Projekt, das unsere Nachhaltigkeitsbestrebungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette sichtbar macht. Es zeigt, dass Ressourcenschonung durch Wiederverwenden in der Sanitärbranche nicht nur möglich, sondern wegweisend für die Zukunft ist.
Nach rund einem Jahr zieht Robert Besler, Projektleiter Re-Use, ein erstes Fazit und blickt auf die letzten Monate zurück. Dabei spricht er offen über Erfolge und Learnings: «Unser erster Pilotversuch ist gescheitert», sagt er. Der Ansatz, als Bauteilbörse zu fungieren und rückgebautes Material von Baustellen zurückzunehmen und zu lagern, habe sich nicht bewährt. Trotz Anreizen kamen weder die passenden noch qualitativ geeigneten Produkte zurück.
Durch die Erkenntnisse der Pilotphase wurde das Angebot überarbeitet und richtet sich neu ausschliesslich an Renovationsprojekte. Robert Besler erklärt, man habe den Fokus deshalb auf Architektinnen und Architekten sowie Bauherrschaften gelegt, um Keramik direkt wieder im selben Gebäude einzusetzen. Ebenso betont er, dass ein enger Austausch über alle Projektphasen hinweg wichtig ist: Eine frühzeitige Einbindung von Re‑Use erleichtert die Planung – je nach Projekt lässt sich Re‑Use jedoch auch zu einem späteren Zeitpunkt integrieren. Aus diesen Erfahrungen sei ein umfassendes Serviceangebot entstanden. «Durch die Wiederverwendung, den Re-Use, keramischer Produkte können im Vergleich zur Neuproduktion nahezu alle CO2‑Emissionen aus der Herstellungsphase vermieden werden, da damit die energieintensiven Brenn‑ und Formgebungsprozesse entfallen », erklärt Besler.
So wurde die Vision zu einem funktionierenden Prozess. Erfolgreich abgeschlossene Pilotprojekte, wieder eingebaute Keramiken und eine wachsende Nachfrage beweisen, dass Sanitas Troesch mit Re-Use den Nerv des Marktes getroffen hat.
Gäste-WC im unrenovierten Zustand – die Keramiken Lavabo und WC eignen sich für Re-Use.
Exemplarische Visualisierung zeigt ein neues Licht- und Ablagekonzept mit aufbereiteten Keramiken.
Weitere Aufwertung durch Unterputz- Spülkasten und Wand-WC und aufbereitetem Lavabo.
Alle Abbildungen dienen der Illustration und wurden mit KI erstellt.
Warum Bauherrschaften überzeugt sind
Die Hauptargumente für Re-Use sieht Besler klar: Die deutliche CO2-Einsparung, das umfassende Servicepaket inklusive Logistik und die Möglichkeit, ein Badezimmer aufzuwerten, ohne die Keramik zu ersetzen, sprechen für sich. Mindestmengen gebe es nicht, erklärt er – jedes Projekt werde individuell bewertet.
«Dabei gehen wir auf die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden ein und können eine vollumfängliche Lösung anbieten – auch dank Ergänzungen aus unserem Sortiment.»
Eine umfassende Beratung zur nachhaltigen Wiederverwendung bestehender Komponenten gehört ebenfalls zu unserem Angebot.
Auch die Stimmen von Bauherren aus Bern, die Re-Use für eine grössere Überbauung prüfen, sind sich einig: Das Bewusstsein für nachhaltige Bauprojekte nehme stark zu. Bewohnerinnen und Bewohner wünschten sich eine möglichst nachhaltige Lösung, weshalb funktionierende Produkte erhalten bleiben sollten. Nebst der CO2-Einsparung spiele auch die Zuverlässigkeit sowie der lösungsorientierte Ansatz von Sanitas Troesch eine wichtige Rolle, so die Bauherren. Insbesondere bei neuen Prozessen und engen Zeitplänen ein entscheidender Faktor, speziell in Renovationen mit kurzen Intervallen zwischen Ausbau und Wiedereinbau.
Auch beim umfassenden Neubau im Freibad Dübendorf entschied man sich für Re-Use, weil im gesamten Projekt möglichst viel wiederverwendet werden sollte – und im Sanitärbereich nur Sanitas Troesch dank Kundennähe eine passende Lösung bieten konnte. Trotz fortgeschrittenem Bauprozess habe sich Re-Use problemlos in den Zeitplan integrieren lassen. Bei öffentlichen Bauten sei die lange Planungsphase die grösste Herausforderung. Mehrjährige Prozesse, wechselnde kantonale Vorgaben und der notwendige zerstörungsfreie Ausbau müssten bewusst eingeplant werden. Die Installation danach unterscheidet sich jedoch kaum vom Umgang mit Neuware. In beiden Projekten gilt aber klar: Die wieder eingebauten Produkte müssen optisch wie Neuware wirken, was dank professioneller Wiederaufbereitung keine Hürde darstellt.
Für Sanitas Troesch ist Re-Use ein zentraler Beitrag zur nachhaltigen Wirtschaft und der erste Baustein einer ganzen Familie nachhaltiger Lösungen. Re-Use hat Zukunft – weil es hochwertige Sanitärprodukte im Kreislauf hält und Verantwortung in die Baupraxis bringt.